Bericht


Happy End für die SG Dunningen/Schramberg im Kampf um den Relegationsplatz

In einem packenden Duell der Frauen Bezirksliga trafen vergangenen Samstag der TV Spaichingen und die SG Dunningen/Schramberg in der Sporthalle Unterbach in Spaichingen aufeinander. Vor rund 70 Zuschauern lieferten sich die beiden Teams ein spannungsgeladenes Match, das letztendlich mit einem denkbar knappen Ergebnis endete. Mit einem Endstand von 30:31 sichert sich die SG Dunningen/Schramberg somit den Platz für die Relegationsspiele um den Aufstieg in die Landesliga.

Die Gäste aus Dunningen/Schramberg fanden gut in das Spiel und konnten mit zwei schnellen Angriffen und Treffern von Sophia Leopold und Jana Spörl eine Führung erspielen. Ziel war es sicherlich an die Leistung vom Hinspiel im Dezember anzuknüpfen und der TV Spaichingen keine Chance zu bieten in ihr gewohntes Spielsystem zu finden. Dies gelang leider nicht. Bereits nach sechs Minuten Spielzeit erzielte Nadine Werth den Ausgleich für die Gastgeber aus Spaichingen. Ab dieser Minute war klar, es wird wohl auch an diesem Sonntag bis zur letzten Sekunde alles möglich sein. Nichts neues für die treuen Fans der Damen der SG Dunningen/Schramberg. So waren die letzten Begegnungen gegen die HWB Winterlingen-Bitz, sowie den TV Onstmettingen, selbst für die Zuschauer schweißtreibend bis zum Schlusspfiff. Ein packendes Kopf-an-Kopf Rennen startete. Die TV Spaichingen erzielte mit schnellen Angriffen und platzierten Würfen Treffer im gegnerischen Netz. Hinzu kam, dass die Defensive der Gäste in diesen Minuten aufgrund von Absprachefehlern und zu überhasteten offensiv Aktionen, den clever aufspielenden Spaichingerinnen die Chance zum Torerfolg boten. Dreh und Wendepunkt war hier die 27. Spielminute, nachdem die SGDS eine doppelte Unterzahl kompensieren musste. Geschwächt durch die Unterzahl, nutzten die Gastgeberinnen ihre doppelte Überzahl aus und verwandelten mit schnellen Angriffen ihre Chancen zum 16:13. Kurz vor der Halbzeitpause traf Raffaela Kolb nochmals für den TV und sicherte ihrer Mannschaft vorerst die 3 Tore Führung zur Pause.

Trainer Alexander Hug fand klare Worte an seine Damen und appellierte an den Kampfgeist und den eisernen Willen dieses Spiel noch zu drehen. Er forderte eine konsequente, harte, aber geduldige Abwehr und ebenfalls einen geduldigen, dynamischen Angriff. GEDULD, war das Gebot der Stunde.

Die SG fand mit dem Wiederanpfiff gut in das Spiel. Anscheinend hatten die Worte des Trainers anklang gefunden. Die Abwehr unterband konsequenter die Aktionen der Gastgeberinnen und zwang diese somit zu Würfen aus misslicher Lage. Wohingegen im Angriff klare Chancen erspielt wurden und vor allem Isabelle Krause in den folgenden fünf Minuten dreimal einnetzte. Bereits in der 37. Minute war der Ausgleich wieder hergestellt, es war nun wieder alles offen. Die Damen der SG spielten sich in einen Rausch, beflügelt durch die stabile Abwehrleistung gelang es ihnen im Angriff auch ihre Chancen zu nutzen und verwandelten diese sicher. Tor um Tor konnte ein Vorsprung erarbeitet werden, welcher in der 47. Minute mit dem Treffer von Leonie Boner zum 23:28 vergrößert wurde. Wer gedacht hat, dieses Spiel sei nun entschieden hat nicht mit dem Kampfgeist des TV Spaichingen gerechnet. Beflügelt von ihren lautstarken Fans kämpften sie sich zurück. Mit vier Treffern in Folge verkürzten sie den Spielstand in der 51. Minute auf 27:28. Nun begann die Crunch Time des packenden Duells. Auf beiden Seiten wurden Torchancen durch technische Fehler und Hektik vergeben. Die Gastgeberinnen stellten in dieser Phase ihre Defensive um und versuchten durch eine offensive Manndeckung Fehler im Angriff der SG und somit einen schnellen Ballgewinn zu provozieren. Dies gelang ihnen auch und Janine Geser verkürzte in der 57. Spielminute auf 29:30. Doch die SG hatte sofort eine Antwort parat und Sophia Leopold netzte unverzüglich zum 29:31 ein. Die Zuschauer schwitzen, denn es standen weiterhin noch drei Spielminuten auf der Uhr. Handball Interessierte wissen, dass in dieser Zeit noch einiges passieren kann. Trainer Hug hatte die hektische und unruhige Situation ebenfalls erkannt und nahm in der 58. Minute nochmals ein Time-Out. Ruhe und Geduld waren auch hier wieder die Anweisung. Eine klare gut ausgespielte Situation musste her. Der Plan und die Vorgabe in der Theorie klar, in der praktischen Umsetzung eher schwieriger. Die Geduld und Ruhe konnte zwar im Angriff ausgespielt werden, jedoch wurde die geplante Aktion erneut von der Spaichingerin Janine Geser durchkreuzt. Wenige Sekunden vor Schluss fing sie den Ball ab und traf im Konter zum 30:31. Die Hallenuhr erlöste Zuschauer und Spielerinnen nun endlich und das Ergebnis war klar. Die SG Dunningen/Schramberg geht in diesem spannenden und kämpferischen Spiel als Sieger vom Feld.

Freude und Erleichterung auf Seiten der SG Dunningen/Schramberg, denn mit diesem Sieg, ist ihnen der zweite Tabellenplatz sicher und somit der Platz für die Landesligarelegation. Diese findet am Donnerstag, 09. Mai in der Kreissporthalle auf dem Sulgen statt. Die Damen freuen sich über jede Unterstützung im Luchsbau bei den Spielen gegen die Gäste der HSG Böblingen/Sindelfingen 2 und dem HC Lustenau.

SG Dunningen/Schramberg:

Lia Ruess (1), Corinna Kränzler, Jana Spörl (3), Marina Häsler (8/3), Maike King (1), Jasmin Raddatz, Stephanie Fix, Sophia Leopold (7/1), Isabelle Krause (5), Edona Krasniqi, Sophia Staiger, Celine Gökoglu, Larissa Gökoglu, Leonie Boner (6)