Vor 25 Zuschauern in der Kreissporthalle Schramberg-Sulgen lieferten sich die C-Jugend-Luchse der SG Dunningen/Schramberg und der TV 1861 Rottenburg 2 ein dramatisches Bezirksliga-Duell. Nach einem furiosen Start und einer komfortablen Führung mussten sich die Gastgeber am Ende doch noch mit 19:20 geschlagen geben – eine Niederlage, die erst in der Schlusssekunde feststand.
Erste Halbzeit: Die Luchse legen brillant los
Was für ein Auftakt der Luchse! Kilian Geray eröffnete den Torreigen mit einem Doppelschlag zum 2:0, ehe Henry Greiner für Rottenburg zum 2:1 verkürzte. Doch die Gastgeber ließen sich nicht beirren: Noa Pfeifle und erneut Geray bauten die Führung aus, und mit einer starken 5:0-Serie von 2:1 auf 7:1 zeigten die Luchse ihre stärkste Phase des Spiels. Geray war dabei kaum zu stoppen und traf am laufenden Band.
Doch dann kippte die Partie kurzzeitig. Rottenburg fand mit einem verworfenen Siebenmeter von Jakob Schumacher zwar keinen Zähler, drehte aber danach mächtig auf: Junis Strohm und Schumacher trafen viermal in Serie zum 7:5, was die SG zu einer frühen Auszeit zwang. Die Unterbrechung zeigte zunächst wenig Wirkung, denn Rottenburg blieb dran und kam nach einem weiteren vergebenen Siebenmeter von Junis Strohm bis auf einen Treffer heran.
In der hitzigen Schlussphase der ersten Hälfte bewiesen die Luchse Nervenstärke. Noa Pfeifle und ein verwandelter Siebenmeter von Kilian Geray brachten die Gastgeber wieder auf Kurs, ehe Geray kurz vor der Pause mit seinem neunten... nein, seinem sechsten Treffer zur 10:8-Halbzeitführung traf. Ein Pausenstand, der angesichts der Wechselbäder durchaus verdient war, aber auch zeigte, wie giftig Rottenburg über Strohm und Schumacher kontern konnte.
Zweite Halbzeit: Aufholjagd der Gäste und dramatisches Finale
Jonas Langeneck legte direkt nach Wiederbeginn zum 11:8 nach – die Luchse schienen den Faden aus der starken Anfangsphase wieder aufgenommen zu haben. Doch Rottenburg antwortete postwendend: Jakob Schumacher glich mit zwei schnellen Treffern beinahe aus, und Junis Strohm setzte mit einer weiteren Serie nach, die die Gäste erstmals seit Spielbeginn wieder heranbrachte. Die Phase von 7:1 bis 12:14 sollte sich als die stärkste des gesamten Spiels für den TV Rottenburg herausstellen – eine 5:13-Serie, die letztlich den Ausschlag gab.
Besonders bitter: Von 12:14 kämpften sich die Luchse mit einer eigenen 4:0-Serie zurück. Ein verwandelter Siebenmeter von Lian Pfeifle zum 14:14, ein Treffer von Elias Falter und zwei weitere Siebenmeter-Tore von Geray und Pfeifle brachten die SG beim Stand von 16:14 wieder in Führung – auch begünstigt durch zwei Zeitstrafen gegen Rottenburgs Benno Kuntz und Felix Fuchs, die den Luchsen kurzzeitig Überzahl bescherten und clever genutzt wurden.
Doch Rottenburg schlug in Person von Maxim Gamel und erneut Junis Strohm postwendend zurück und glich zum 16:16 aus. Es entwickelte sich ein packender Schlagabtausch: Lian Pfeifle und Kilian Geray verwandelten jeweils vom Punkt zum 18:16, ehe Strohm und Felix Fuchs erneut ausglichen. In einer nervenaufreibenden Schlussphase brachte Lian Pfeifle die Luchse mit ihrem sechsten verwandelten Siebenmeter noch einmal zum 19:18 in Front. Doch Jakob Schumacher glich in der letzten Minute zum 19:19 aus, und nach einer letzten Auszeit der Luchse war es ausgerechnet Junis Strohm – mit seinem insgesamt elften Treffer des Tages – der in der Schlusssekunde zum 19:20 traf und den Gästen den Sieg sicherte. Eine abschließende Zeitstrafe gegen Jona Banholzer änderte am Spielausgang nichts mehr.
Fazit: Kämpferische Leistung, aber die Konstanz fehlt
Die Luchse zeigten über weite Strecken ein bärenstarkes Spiel und bewiesen mit ihrer Aufholjagd von 12:14 auf 16:14 enormen Kampfgeist. Kilian Geray war mit neun Treffern, davon drei verwandelten Siebenmetern, der überragende Mann auf dem Feld, tatkräftig unterstützt von Noa Pfeifle und einem sicheren Lian Pfeifle vom Siebenmeterpunkt. Mit sechs von acht verwandelten Strafwürfen bewiesen die Luchse insgesamt eine gute Nervenstärke in entscheidenden Situationen.
Dennoch schmerzt die Niederlage besonders, da man nach der 7:1-Führung und der erneuten Führung beim 16:14 zweimal die Kontrolle über das Spiel verlor. Junis Strohm erwies sich mit elf Toren als kaum zu bremsender Gegenspieler, der Rottenburg immer wieder zurück ins Spiel brachte. Für die junge Mannschaft der SG Dunningen/Schramberg bleibt die Erkenntnis, dass gegen giftige und konstant werfende Gegner auch in Führungsphasen die Konzentration nicht nachlassen darf.
Mit 0:4 Punkten aus zwei Spielen und Platz acht in der Tabelle ist die Ausgangslage schwierig, doch die spielerischen Anlagen und der Wille, auch in Rückstand geratene Partien noch einmal zu drehen, machen Mut für die kommenden Aufgaben. Am Sonntag, den 4. Oktober, wartet auswärts die HSG Neckartal – eine gute Gelegenheit, die gezeigte Moral in Punkte umzumünzen.
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