Die C-Jugend der SG Dunningen/Schramberg hat sich beim Spvgg Mössingen 2 trotz einer couragierten Leistung mit 27:34 geschlagen geben müssen. Lange hielten die Luchse mit, doch eine schwache Phase vor der Pause und ein einseitiges Schlussviertel entschieden die Partie zugunsten der Gastgeber.
Erste Halbzeit: Früher Rückstand, nie abgeschüttelt
Die Luchse starteten gut in die Partie und glichen nach frühem Rückstand durch einen Siebenmeter von Lian Pfeifle sowie ein Feldtor von Jonathan Gruber zum 2:2 aus. Danach aber geriet das Spiel kurzzeitig außer Kontrolle: Zwischen der 7. und 8. Minute zog Mössingen mit drei Toren in Folge auf 3:6 davon, eine Serie, die den Grundstein für den frühen Rückstand legte.
In der Folge kämpften sich die Luchse immer wieder heran, ohne den Anschluss wirklich herzustellen. Nach einer Auszeit in der 12. Minute beim Stand von 6:10 konnte die Mannschaft die Negativserie zunächst nicht stoppen – in den fünf Minuten nach der Auszeit gelangen nur zwei eigene Tore bei vier Gegentoren, die Unterbrechung verpuffte also zunächst ohne die erhoffte Wirkung.
Besonders bitter war die Phase kurz vor der Halbzeit. Zwischen der 21. und 23. Minute zeigten die Luchse mit einer eigenen Serie von drei Toren in Folge (von 12:17 auf 15:17) ihre stärkste Phase der ersten Hälfte und kamen bis auf zwei Tore heran. Doch unmittelbar danach leistete sich die Mannschaft zwei Gegentore in Folge durch Phileas Schneider, sodass es mit einem Vier-Tore-Rückstand von 15:19 in die Kabine ging. Diese Schwächephase unmittelbar nach dem eigenen Aufbäumen wog schwer, da der Schwung aus der starken Serie komplett verpuffte.
Zweite Halbzeit: Phasenweise auf Augenhöhe, dann der Bruch
Nach dem Seitenwechsel knüpften die Luchse zunächst an die guten Ansätze an und hielten die Partie über weite Strecken offen. Zwischen der 26. und 30. Minute gewannen sie den Abschnitt sogar mit 3:1 und verkürzten auf 18:20. Allerdings vergab Lian Pfeifle in dieser Phase gleich zwei Siebenmeter in Folge (27. und 29. Minute), die bei einer Verwertung das Momentum zusätzlich hätten befeuern können – so blieb der Rückstand bestehen.
In der Folge nahm Mössingen durch Ivano Topalovic, Ole Matschke und Immanuel Müller immer wieder das Kommando, während die Luchse in Durchgang zwei insgesamt nur zwölf Tore erzielten. Besonders im Abschnitt von der 31. bis zur 35. Minute setzte sich Mössingen mit 5:3 erneut ab, sodass der Abstand bei 21:25 wieder auf vier Tore anwuchs.
Schlüsselphase: Der Einbruch in den letzten zehn Minuten
Die entscheidende Phase des Spiels lag klar im Schlussabschnitt. In den letzten zehn Minuten musste die SG Dunningen/Schramberg einen Einbruch von 3:8 hinnehmen, der den Ausgang der Partie endgültig besiegelte. Mössingen zeigte dabei von der 42. bis zur 44. Minute eine weitere starke Serie mit drei Toren in Folge (von 25:27 auf 25:30), die den Vorsprung auf fünf Tore anwachsen ließ.
Die Auszeit der Luchse in der 44. Minute beim Stand von 25:30 kam prompt, konnte die Entwicklung aber nicht mehr umkehren – in den fünf Minuten danach gelangen nur zwei eigene Tore bei vier Gegentreffern. Auch die zweiminütige Überzahl nach der Zeitstrafe gegen Felix Dießner in der 48. Minute (beim Stand 26:32) nutzte die Mannschaft nur bedingt: Dem Siebenmeter-Tor von Kilian Geray zum 27:32 stand im gleichen Zeitfenster bereits der nächste Gegentreffer gegenüber, sodass auch diese Chance keine echte Wende mehr einleiten konnte.
Fazit
Die Luchse zeigten in Mössingen über weite Strecken eine couragierte Leistung und bewiesen mit ihrer Serie kurz vor der Halbzeit, dass sie läuferisch und spielerisch mithalten können. Entscheidend für die Höhe der Niederlage waren jedoch die beiden Einbruchsphasen – einmal kurz vor der Pause, einmal in der Schlussphase – in denen der Gegner mit starken Serien das Spiel entschied. Mit Jonathan Gruber, der zwölf Tore beisteuerte, und einer insgesamt couragierten Mannschaftsleistung gibt es dennoch Ansatzpunkte für die kommenden Aufgaben. Nach vier Spielen stehen die Luchse mit 1:7 Punkten auf Platz acht der Tabelle. Nun gilt der Blick dem Heimspiel gegen den VfL Nagold am 15. November, bei dem die Mannschaft die gezeigten Lichtblicke in konstantere Leistung ummünzen will.
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