Nach einem Acht-Tore-Rückstand zeigt die SG Dunningen/Schramberg beim Auswärtsspiel in Sulz am Neckar eine starke Moral und erkämpft sich gegen die HSG Neckartal in einem torreichen Krimi noch ein 33:33-Remis.
Schwacher Start, früher Rückstand
Die Luchse erwischten in der Stadionhalle Sulz keinen guten Start. Zwar glich Jonathan Gruber den frühen Rückstand noch zum 1:1 aus, doch danach fand die HSG Neckartal ihren Rhythmus. Ein verworfener Siebenmeter von Gruber beim Stand von 1:2 und ein anschließender Gegentreffer per Strafwurf von Mats Haas setzten den ersten Dämpfer. Die SG Dunningen/Schramberg reagierte mit einer frühen Auszeit, konnte den Negativlauf der Gastgeber aber zunächst nicht stoppen.
In der Folge rissen die Neckartaler das Spiel phasenweise an sich. Angeführt von einem bärenstarken Sebastian Grenz, der allein in diesem Abschnitt mehrfach traf, zogen sie von 3:4 auf 3:9 davon – fünf Tore in Serie, ohne dass die Luchse dagegenhalten konnten. Es war die bis dahin deutlichste Phase der Partie und drohte, früh die Weichen zu stellen.
Die Luchse kämpfen sich heran
Doch die SG Dunningen/Schramberg steckte nicht auf. Noa Pfeifle verkürzte, und anschließend übernahm Lian Pfeifle vom Siebenmeterpunkt Verantwortung: Gleich zweimal verwandelte er sicher und brachte sein Team von 3:9 auf 6:9 heran – ein eigener Dreier-Lauf, der die Partie wieder offen gestaltete. Mit Treffern von Noa Pfeifle und Jonathan Gruber blieben die Luchse in Schlagdistanz, auch wenn die HSG Neckartal durch Sebastian Grenz immer wieder antwortete.
Zum Pausenpfiff hatten die Gastgeber dennoch die Nase vorn. Trotz einer erneuten Energieleistung der SG, die zwischenzeitlich bis auf drei Tore herankam, ging es mit einem 17:13 aus Sicht der HSG Neckartal in die Kabinen. Ein Siebenmeterfehlwurf von Noa Pfeifle beim Stand von 12:15 verhinderte eine noch engere Pausenführung.
Die große Aufholjagd
Was die SG Dunningen/Schramberg nach dem Seitenwechsel zeigte, war bemerkenswert. Zwar legte die HSG Neckartal mit Treffern von Gabriele Fin und erneut Sebastian Grenz zunächst nach, doch die Luchse bissen sich fest. Eine Zeitstrafe gegen Noa Pfeifle beim Stand von 18:25 hätte das Momentum eigentlich zugunsten der Gastgeber kippen können – stattdessen war es der Wendepunkt der Partie.
Ab diesem Zeitpunkt entfesselte die SG Dunningen/Schramberg ihre stärkste Phase des Tages: Von 18:25 bis auf 31:30 drehten die Luchse das Spiel mit einer überragenden Serie von 13:5 Toren. Jonathan Gruber, der am Ende mit 13 Treffern bester Werfer seiner Mannschaft war, traf in dieser Phase immer wieder in entscheidenden Momenten. Auch Kilian Geray und Noa Pfeifle steuerten wichtige Tore bei, während Lian Pfeifle mit vier verwandelten Siebenmetern aus fünf Versuchen für Konstanz vom Punkt sorgte. Zwischenzeitlich gingen die Luchse beim Stand von 30:29 sogar erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung.
Nervenstarkes Finale
In der Schlussphase entwickelte sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Die HSG Neckartal fand über Gabriele Fin und einen verwandelten Siebenmeter von Sebastian Grenz immer wieder eine Antwort, sodass sich beide Teams bis zur Schlusssekunde nichts schenkten. Ein verworfener Siebenmeter von Lian Pfeifle beim Stand von 24:27 sowie ein vergebener Strafwurf von Johannes Faber auf der Gegenseite zeigten, wie umkämpft die entscheidenden Minuten waren.
Als Daris Redzepagic die SG Dunningen/Schramberg beim Stand von 31:32 in Führung brachte, keimte bei den Luchsen Hoffnung auf den ersten Saisonsieg auf. Doch Sebastian Grenz, der am Ende mit 16 Toren für die HSG Neckartal herausragte, glich per Siebenmeter aus und sorgte mit seinem letzten Treffer zum 33:33 kurz vor der Schlusssirene für den Ausgleich. Jonathan Grubers zwischenzeitlicher Führungstreffer zum 32:33 reichte am Ende nicht mehr aus, um das Spiel für die SG zu entscheiden.
Fazit und Ausblick
Für die SG Dunningen/Schramberg bedeutet das 33:33 angesichts des zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstands einen hart erkämpften und absolut verdienten Punktgewinn. Die Mannschaft bewies in der zweiten Halbzeit eine bemerkenswerte Moral und kämpferische Stärke, die am Ende belohnt wurde. Mit nun 1:5 Punkten aus drei Spielen und Rang sieben von acht Mannschaften bleibt noch Luft nach oben, doch die Leistungssteigerung nach der Pause stimmt zuversichtlich für die kommenden Aufgaben.
Am Sonntag, den 25. Oktober 2026, geht es für die Luchse auswärts bei der Spvgg Mössingen 2 weiter. Dort wollen sie an die starke zweite Halbzeit von Sulz anknüpfen und den ersten Saisonsieg einfahren.
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