Die D-Jugend weiblich der SG Dunningen/Schramberg hat sich am Sonntag bei der HSG Baar mit 16:31 geschlagen geben müssen. Nach einem bereits zur Halbzeit deutlichen Rückstand von 7:15 konnte unsere Mannschaft die starke Offensive der Baarer im zweiten Durchgang nicht in den Griff bekommen und verlor am Ende deutlich mit 15 Toren Differenz.
Erste Halbzeit: Früher Rückstand und eine bittere Serie
Die SG Dunningen/Schramberg geriet von Beginn an unter Druck. Bereits nach zwei Minuten lag unsere Mannschaft durch ein Tor von Bianca Gruler zurück, und die HSG Baar baute die Führung in den folgenden Minuten konsequent aus. Eine Serie von drei Treffern am Stück zwischen der zweiten und sechsten Minute brachte den Gastgeberinnen ein frühes 0:3 und zeigte, wie schwer sich unsere Abwehr zu Beginn tat, Zugriff zu bekommen.
Sophia Ettwein brachte die SG mit zwei schnellen Treffern in der siebten und achten Minute zwischenzeitlich auf 2:3 heran, doch die HSG Baar antwortete postwendend und zog wieder davon. Die Auszeit unserer Mannschaft in der neunten Minute beim Stand von 2:5 konnte den Lauf der Gastgeberinnen nicht stoppen, in den folgenden fünf Minuten geriet die Partie mit einem Teilabschnitt von 1:2 weiter aus dem Gleichgewicht.
Die entscheidende Phase der ersten Hälfte spielte sich zwischen der 16. und 20. Minute ab. In diesen fünf Minuten erzielte die HSG Baar sechs Tore und ließ unserer Mannschaft dabei nur zwei Treffer, eine Serie, die den Rückstand von 6:9 auf 7:15 anwachsen ließ. Innerhalb dieser Phase gelang den Baarerinnen sogar ein Lauf von fünf Toren in Folge ohne Gegentreffer zwischen der 16. und 19. Minute. Zum Ende der Halbzeit kam für die SG erschwerend eine Zeitstrafe gegen Nele Bischof hinzu, in der folgenden Unterzahl geriet die Partie weiter außer Kontrolle, sodass es mit einem deutlichen 7:15 in die Kabinen ging.
Zweite Halbzeit: Phasenweise dagegengehalten, am Ende ohne Bremswirkung
Auch der Start in Durchgang zwei verlief für unsere Mannschaft denkbar ungünstig. Direkt nach Wiederanpfiff kassierte Samia Schranzhofer eine Zeitstrafe, und die HSG Baar nutzte die erneute Unterzahl zur weiteren Vergrößerung des Vorsprungs. In der Folge entwickelte sich ein Abschnitt, in dem beide Mannschaften trafen, die SG Dunningen/Schramberg konnte durch Maresa Schnell, die mit drei Toren zur zuverlässigsten Werferin des zweiten Durchgangs wurde, zumindest zeitweise dagegenhalten.
Eine weitere Zeitstrafe gegen Lea Häbich in der 24. Minute führte erneut zu einer schwierigen Unterzahlsituation, aus der die HSG Baar direkt Kapital schlug. Bemerkenswert war dagegen, dass unsere Mannschaft die Überzahlphasen nach gegnerischen Zeitstrafen in der zweiten Halbzeit mehrfach nutzen konnte: Nach der Zeitstrafe gegen Alexis Hochweiss in der 23. Minute traf die SG, ebenso nach den Zeitstrafen gegen Aisha Gibba und Lotta Schmidt in der Schlussphase. Diese Lichtblicke reichten jedoch nicht aus, um den Rückstand spürbar zu verringern, da die HSG Baar auch in Unterzahl durch ihre individuelle Qualität, allen voran Pia Junghanns mit neun Saisontoren, immer wieder Antworten fand.
In den letzten zehn Minuten der Partie geriet das Spiel endgültig außer Reichweite. Bei einem Zwischenstand von 13:24 erzielte die HSG Baar sieben Tore gegen nur drei der SG, inklusive einer weiteren Serie von drei Treffern in Folge zwischen der 37. und 40. Minute. Die Auszeit unserer Mannschaft in der 28. Minute brachte zwar kurzzeitig neue Impulse, konnte den grundsätzlichen Trend der Partie aber nicht mehr umkehren.
Schlüsselphase des Spiels
Die Weichen für die Niederlage wurden bereits in der ersten Halbzeit gestellt. Die Phase zwischen der 16. und 20. Minute, in der die HSG Baar sechs Tore gegen zwei erzielte und darunter eine Serie von fünf Treffern in Folge einstreute, war der Moment, in dem sich das Spiel endgültig von unserer Mannschaft löste. Der Rückstand wuchs in dieser kurzen Zeitspanne von drei auf acht Tore an, ein Polster, das die HSG Baar in der zweiten Halbzeit nie mehr hergeben musste. Die anschließende Zeitstrafe gegen Nele Bischof kurz vor der Pause verstärkte diesen Trend zusätzlich und sorgte dafür, dass die SG mit einem bereits entscheidenden Rückstand in die Kabine ging.
Fazit
Die SG Dunningen/Schramberg musste sich bei der HSG Baar deutlich geschlagen geben und zeigte dabei vor allem in der Defensive über weite Strecken Anpassungsschwierigkeiten gegen eine sehr treffsichere Offensivreihe der Gastgeberinnen. Positiv hervorzuheben sind die konstant guten Leistungen von Sophia Ettwein mit sechs Toren sowie die genutzten Überzahlphasen in der Schlussphase, die zeigen, dass die Mannschaft auch in schwierigen Situationen Moral bewies. Mit Platz fünf und einer Saisonbilanz von einem Sieg bei vier Niederlagen wartet nun am Donnerstag das Heimspiel gegen die HSG Rottweil, in dem die Luchse die Gelegenheit haben, die gezeigten Ansätze in einen Erfolg umzumünzen.
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