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Die Luchse zeigen Nerven in der Crunchtime und feiern verdienten 27:24-Auftaktsieg

Vor 50 Zuschauern in der Kreissporthalle Schramberg-Sulgen liefern sich die Luchse der SG Dunningen/Schramberg und die HSG Fridingen/Mühlheim 2 einen Bezirksoberliga-Krimi mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. Nach einem starken zweiten Drittel der ersten Hälfte gerät die SG nach dem Wechsel in einen wilden Schlagabtausch, ehe sie in der Schlussphase die Nerven behält und die ersten zwei Punkte der Saison einfährt.

Nervöser Start mit offenem Schlagabtausch

Von der ersten Minute an ging es hin und her. Lara Reizner brachte die Gästinnen früh in Führung, ehe Maike King prompt zum Ausgleich traf. Es folgte ein munteres Kräftemessen mit Toren auf beiden Seiten, ehe die HSG Fridingen/Mühlheim 2 zwischen der 6. und 8. Minute mit drei Treffern in Serie erstmals das Momentum auf ihre Seite zog und sich auf 3:5 absetzte.

Doch die Luchse antworteten sofort und eindrucksvoll. Zwischen der 9. und 11. Minute drehten Sophia Leopold, Josefine Franke und Marina Häsler mit vier Toren in Folge das Spiel und stellten auf 7:5. Die Antwort kam prompt: Die Gäste konterten mit drei eigenen Treffern zum 8:8-Ausgleich, ein Spiel, das keine Ruhe finden wollte.

Unterzahlphase bestraft, Auszeit bringt neue Ordnung

In der 15. Minute musste Marina Häsler auf die Bank, und die HSG Fridingen/Mühlheim 2 bestrafte die Unterzahlphase konsequent zum 8:9. Die Gäste blieben in dieser Phase am Drücker und zogen bis zur 20. Minute auf 8:10 davon - die bis dahin schwächste Phase der Luchse in diesem Spiel.

Trainerin und Mannschaft reagierten mit der Auszeit in der 16. Minute, doch der Effekt zeigte sich erst mit etwas Verzögerung. Sophia Leopold vergab zunächst einen Siebenmeter, traf aber im Nachgang zum 9:10 und leitete damit die stärkste Phase der SG an diesem Abend ein.

Die Luchse ziehen vor der Pause davon

Was dann folgte, war die entscheidende Phase der ersten Halbzeit. Von der 22. bis zur 33. Minute drehten die Luchse mit einem beeindruckenden 9:2-Lauf das Spiel komplett. Eine Überzahl nach der Zeitstrafe gegen Fanni Metzinger nutzte Marina Häsler eiskalt per Siebenmeter zum 10:10, danach zogen Josefine Franke, Manuela Sprich, Sophia Leopold, Janika Kobel und Anna Edler das Ergebnis auf 15:12 zur Halbzeit hoch.

Besonders bemerkenswert: Kurz vor der Pause setzte die SG mit dem Treffer von Anna Edler zum 15:12 ein wichtiges Zeichen, ehe der Lauf nach dem Wechsel mit weiteren Toren von Larissa Gökoglu und erneut Anna Edler bis auf 17:12 ausgebaut wurde - der höchste Vorsprung des gesamten Spiels.

Die HSG schlägt zurück - dramatische Wende in Durchgang zwei

Doch die Freude währte nicht lange. Zwischen der 34. und 40. Minute erlebten die Luchse die bitterste Phase des Abends: Die HSG Fridingen/Mühlheim 2 drehte mit einem 5:0-Lauf komplett auf und glich zum 17:17 aus. Anika Hipp und Lara Reizner waren in dieser Phase kaum zu stoppen, verworfene Siebenmeter auf beiden Seiten unterstrichen die Nervosität dieser wilden Minuten.

Es folgte die kritischste Phase des Spiels: Innerhalb kürzester Zeit kassierte Manuela Sprich zwei Zeitstrafen, und der Gegner bestrafte die doppelte Unterzahlphase konsequent - die HSG ging erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung, 18:19. Für die Luchse ein Moment, in dem das Spiel hätte kippen können.

Kaltblütigkeit in der Crunchtime

Doch genau in dieser Phase zeigte die SG Charakter. Sophia Leopold glich zum 19:19 aus, und als Luisa Leibinger kurz darauf auf die Strafbank musste, nutzte erneut Sophia Leopold die Überzahl eiskalt zum 20:20 per Siebenmeter. Anna Notheis und Josefine Franke bauten den Vorsprung bis zur 48. Minute auf 22:20 aus.

Die Gäste reagierten mit ihrer Auszeit, doch die Luchse ließen sich davon nicht beirren. Maike King und Marina Häsler erhöhten postwendend auf 24:21. Zwar musste die SG in der 51. Minute erneut in Unterzahl agieren und kassierte den Anschlusstreffer zum 24:22, doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer Zeitstrafe gegen Melanie Gresser nutzte Josefine Franke die Überzahl zum 25:22.

In den letzten Minuten blieb es spannend bis zum Schluss. Sophia Leopold und Maike King sorgten mit ihren Treffern dafür, dass der Vorsprung der Luchse nie mehr wirklich in Gefahr geriet, auch wenn die HSG mit den Toren von Lara Reizner und Ina Schiele bis zum Schlusspfiff dranblieb. Am Ende stand ein hart erkämpfter 27:24-Erfolg, der die Moral und Comeback-Qualität der Mannschaft eindrucksvoll unterstrich.

Fazit und Ausblick

Mit diesem Sieg starten die Luchse mit zwei Punkten aus dem ersten Spiel in die neue Saison der Bezirksoberliga Staffel 2. Besonders die Phase kurz vor der Halbzeit sowie die Nervenstärke in der Schlussphase, als das Spiel nach dem Ausgleich zum 17:17 hätte kippen können, waren entscheidend für den Erfolg.

Sophia Leopold war mit sieben Treffern und starker Quote vom Siebenmeterpunkt die auffälligste Werferin, unterstützt von Josefine Franke und Marina Häsler mit jeweils soliden Beiträgen. Nächster Prüfstein für die Mannschaft ist das Auswärtsspiel am Sonntag, 18. Oktober 2026, bei der HSG Rottweil 2.

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