Die SG Dunningen/Schramberg hat ihr Auswärtsspiel bei der HSG Rottweil 2 mit 28:22 (15:13) gewonnen und bleibt damit nach zwei Spieltagen ungeschlagen an der Tabellenspitze der Bezirksoberliga Staffel 2. Vor 55 Zuschauern in der Doppelsporthalle 1 in Rottweil zeigten die Luchse vor allem in der zweiten Halbzeit eine starke Phase, die letztlich den Ausschlag gab.
Blitzstart und erste Nervosität
Die SG Dunningen/Schramberg erwischte den besseren Start. Bereits nach einer Minute traf Josefine Franke zum 1:0, kurz darauf erhöhte Marie Lutz auf 2:0. Die HSG Rottweil 2 fand über Belinda Ferizaj, die gleich dreimal in den ersten Minuten erfolgreich war, zurück ins Spiel, doch die Luchse hielten mit Toren von Sophia Leopold und Marina Häsler die Führung.
In der Folge entwickelte sich ein munteres Hin und Her. Nach einer 3:1-Führung der Gäste kämpfte sich Rottweil über eine 4:2-Serie bis zum 6:5 heran. Die Zeitstrafe gegen Lia Ruess in der 12. Minute nutzte die HSG prompt zum Anschluss, die SG musste die Unterzahlphase mit einem Gegentor bezahlen.
Nach der Auszeit in der 14. Minute beim Stand von 7:6 fand die SG Dunningen/Schramberg wieder zu ihrem Spiel. Marie Lutz und Maike King trafen mehrfach, sodass sich die Gäste bis zur 20. Minute auf 12:9 absetzen konnten. Diese Führung markierte die bis dahin stärkste Phase der Luchse.
Rottweils Aufholjagd vor der Pause
Die Partie kippte jedoch kurz vor der Halbzeitpause. Zwischen der 26. und 29. Minute drehte die HSG Rottweil 2 mit einer beeindruckenden 0:4-Serie das Spiel beinahe komplett und glich zum 13:13 aus. Begünstigt wurde dieser Lauf auch durch zwei Zeitstrafen gegen die SG binnen weniger Minuten – gegen Sophia Leopold und Manuela Sprich –, in deren Folge die Luchse keinen einzigen eigenen Treffer erzielen konnten.
Doch die SG Dunningen/Schramberg zeigte Nervenstärke. Maike King brachte ihr Team mit dem 14:13 wieder in Front, und Sophia Leopold verwandelte kurz vor der Pause einen Siebenmeter sicher zum 15:13-Halbzeitstand. Damit ging die SG mit einem knappen, aber verdienten Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine.
Starke Phase entscheidet die Partie
Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst eng. Lia Ruess und Maike King erhöhten zwar auf 17:14, doch Rottweil hielt mit Toren von Lea Franz und Katrin Süßer dagegen. Nach der Auszeit in der 36. Minute fand die SG Dunningen/Schramberg jedoch zu ihrer stärksten Phase des gesamten Spiels: Zwischen der 30. und 43. Minute erspielten sich die Luchse ein überragendes 8:2, das die Partie praktisch entschied.
Den Grundstein dafür legte auch die konsequente Nutzung einer Überzahlsituation. Als Salome Hoffmann in der 41. Minute wegen einer Zeitstrafe vom Feld musste, nutzte Maike King per Siebenmeter die Gelegenheit zum 19:15. Larissa Gökoglu und erneut Maike King bauten die Führung in der Folge auf 21:15 aus – der höchste Vorsprung der Partie.
Rottweil versuchte in der Schlussphase mit einer eigenen 0:3-Serie durch Salome Hoffmann und Caroline Hermann noch einmal heranzukommen, verkürzte auf 21:18. Doch die SG Dunningen/Schramberg beantwortete dies postwendend mit einer eigenen 3:0-Serie zwischen der 47. und 52. Minute, angeführt von Sophia Leopold, Maike King und Leonie Boner, und sorgte so für klare Verhältnisse auf dem Weg zum 24:18.
In der hektischen Schlussphase, in der auf beiden Seiten noch Siebenmeter und Zeitstrafen für Bewegung sorgten, ließ sich die SG den Sieg nicht mehr nehmen. Maike King, die insgesamt vier von vier Siebenmetern sicher verwandelte, setzte mit dem letzten Treffer der Partie in der 61. Minute den Schlusspunkt zum 28:22-Endstand.
Fazit: Zweiter Sieg im zweiten Spiel
Mit dem 28:22-Erfolg bei der HSG Rottweil 2 untermauert die SG Dunningen/Schramberg ihren starken Saisonstart. Nach zwei Spielen stehen zwei Siege und vier Punkte zu Buche – die Luchse reisen als ungeschlagene Tabellenführer nach Hause.
Besonders die kämpferische Reaktion nach dem Rückstand kurz vor der Pause und die überragende Phase in der zweiten Halbzeit sprechen für die Reife dieser Mannschaft. Mit Maike King, die zehn Tore beisteuerte und bei allen vier Siebenmetern cool blieb, und einer treffsicheren Marie Lutz im Rücken hat die SG zwei verlässliche Torgaranten. Am kommenden Samstag, den 24. Oktober, erwartet die Luchse im heimischen Umfeld der SV Eigeltingen – ein Spiel, in dem die Mannschaft nahtlos an diese starke Leistung anknüpfen will.
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