Die Damen 2 der SG Dunningen/Schramberg mussten sich in der Kreissporthalle Schramberg-Sulgen der HSG Albstadt 3 deutlich mit 17:36 geschlagen geben. Nach einem offenen Beginn zog Albstadt mit konstanten Laufphasen davon.
Guter Start, dann der erste Bruch
Die SG Dunningen/Schramberg startete mutig in die Partie und hielt in den ersten Minuten gut mit. Anna Notheis glich früh zum 1:1 aus, und ein verwandelter Siebenmeter von Maike King zum 2:2 sowie ihr Treffer zum 3:2 sorgten sogar kurzzeitig für eine knappe Führung der Luchse. Bis zur neunten Minute präsentierte sich das Spiel ausgeglichen, Alisa Klausmann traf zum 4:3.
Doch genau in dieser Phase kippte die Partie zum ersten Mal entscheidend. Albstadt startete einen Lauf von sechs Toren in Folge – angeführt von einer starken Nina Petznik, die binnen weniger Minuten dreimal traf. Die SG fand in dieser Phase offensiv keine Antworten mehr und geriet zunehmend unter Druck.
Unterzahl verschärft die Lage, Albstadt baut aus
In der 15. Minute musste Anna Notheis für zwei Minuten vom Feld, und prompt nutzte Albstadt die Überzahl zu einem Siebenmeter-Tor zum 4:8. Die Gäste bauten ihren Vorsprung in der Folge über zwei weitere Laufphasen konsequent aus – von 5:9 auf 5:13 und kurz darauf von 6:13 auf 6:19 reihte Albstadt Tor an Tor. Die ausgesprochene Auszeit der SG beim Stand von 5:12 konnte den Lauf der Gäste nur kurzzeitig unterbrechen, in den fünf Minuten danach fiel lediglich ein eigenes Tor gegen drei weitere Gegentreffer.
Maike King verwarf in dieser schwierigen Phase einen Siebenmeter beim Stand von 5:13, traf aber direkt im Nachgang selbst zum 6:13. Dennoch ging es mit einem deutlichen 7:20-Rückstand in die Kabine – ein Pausenstand, der die dominante zweite Phase der ersten Halbzeit für Albstadt klar widerspiegelte.
Bester Abschnitt der SG bringt kurze Hoffnung
Nach der Pause zeigte die SG Dunningen/Schramberg Moral. Zwischen der 36. und 40. Minute gelang der Mannschaft die stärkste Phase des gesamten Spiels: Mit einem 4:1-Lauf, bei dem Maike King mehrfach traf und auch einen weiteren Siebenmeter verwandelte, verkürzte die SG auf 12:24. Kurzzeitig keimte Hoffnung auf, dass die Partie noch einmal enger werden könnte.
Albstadt ließ sich davon jedoch nicht beirren und antwortete mit einer eigenen Serie. Zwischen der 41. und 45. Minute ging die Phase mit 1:4 wieder klar an die Gäste, Viola Büttner und Laura Otterbach trafen mehrfach. Ein weiterer verworfener Siebenmeter von Maike King beim Stand von 13:28 nahm der SG die letzte Chance, noch einmal richtig heranzurücken.
Albstadt zieht im Schlussabschnitt souverän davon
In der Schlussphase bewies Albstadt nochmals Reife und ließ nichts mehr anbrennen. Über weite Strecken der letzten zehn Minuten setzte sich die HSG mit 2:8 deutlich ab. Auch die zweite Auszeit der SG beim Stand von 16:32 konnte diesen Trend nicht mehr umkehren, Albstadt antwortete direkt mit dem nächsten Treffer.
Einzelne Lichtblicke blieben dennoch: Anna Notheis, über das gesamte Spiel die torgefährlichste Spielerin neben Maike King, traf in der 57. Minute noch zum 17:33. Auch eine Überzahlsituation nach der Zeitstrafe gegen Lea Brunner in der 58. Minute konnte die SG allerdings nicht mehr zu einem eigenen Treffer nutzen. Am Ende stand ein ungefährdeter 36:17-Erfolg der Gäste aus Albstadt zu Buche.
Offensive Lichtblicke trotz klarer Niederlage
Auf Seiten der SG Dunningen/Schramberg war erneut Maike King die auffälligste Offensivkraft. Mit sieben Treffern, darunter zwei verwandelten Siebenmetern, war sie an diesem Abend die konstanteste Anspielstation. Anna Notheis steuerte fünf Tore bei und zeigte sich besonders in den Umschaltmomenten gefährlich. Alisa Klausmann war mit drei Treffern ebenfalls ein verlässlicher Faktor im Rückraum, während Mirjana Schwarz einen weiteren Treffer beisteuerte.
Insgesamt reichte die individuelle Klasse jedoch nicht aus, um gegen eine in der Breite stark besetzte Albstädter Mannschaft mitzuhalten, die mit Klara Wiest, Alicia Brunner und Viola Büttner gleich drei Spielerinnen mit fünf oder mehr Treffern aufbot.
Fazit und Ausblick
Nach dieser Partie bleibt die SG Dunningen/Schramberg nach drei Saisonspielen noch ohne Punktgewinn. Die Mannschaft zeigte in Abschnitten, besonders zu Beginn und direkt nach der Halbzeitpause, dass sie läuferisch und offensiv mithalten kann, ließ sich aber in den entscheidenden Phasen zu oft von den Laufserien der Gäste überrollen.
Nun gilt der Blick nach vorn: Am Samstag, den 31. Oktober 2026, tritt die SG auswärts bei der SG H2Ku Herrenberg 3 an. Dort wird es darauf ankommen, die kämpferische Energie der Schlussphase von Beginn an auf die Platte zu bringen, um den ersten Punktgewinn der Saison einzufahren.
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