Die SG Dunningen/Schramberg musste sich bei der SG H2Ku Herrenberg 3 nach einem schwachen Beginn knapp mit 22:24 geschlagen geben. Vor 25 Zuschauern in der Sporthalle Herrenberg-Haslach lagen die Luchse zur Pause mit 11:15 zurück, kämpften sich im zweiten Durchgang aber eindrucksvoll heran, ohne am Ende die entscheidende Wende zu schaffen.
Schwacher Start bringt frühen Rückstand
Zwar ging die SG Dunningen/Schramberg durch Julia Nester früh mit 1:0 in Führung, doch die Antwort der Gastgeberinnen folgte prompt. Leonita Abdyli glich aus, und in der Folge rissen die Herrenbergerinnen das Spiel komplett an sich. Von der 4. bis zur 7. Minute zog die Heimmannschaft einen 4:0-Lauf auf, angeführt von Abdyli, Angelina Mieser und Mareike Schick.
Noch bitterer wurde es für die Luchse zwischen der 8. und 14. Minute: Mit einem 0:5-Lauf, bei dem Herrenberg unter anderem zwei Siebenmeter nutzte, zog die SG H2Ku auf 2:9 davon. Erst Janika Kobel brachte mit ihrem ersten Treffer etwas Ruhe in die eigenen Reihen. Ein verworfener Siebenmeter von Nina Heizmann in der 15. Minute beim Stand von 3:9 verhinderte eine schnellere Reaktion.
In der Folge fand die SG Dunningen/Schramberg langsam besseren Zugriff. Nach einem Treffer zum 4:9 und einem verwandelten Siebenmeter von Kobel zum 5:10 nahm Trainerin die erste Auszeit in der 19. Minute, um die Mannschaft neu zu ordnen. Die Wirkung war durchwachsen: Nach der Auszeit gab es zunächst nur einen Treffer pro Seite, ehe Herrenberg mit zwei weiteren Toren auf 6:13 davonzog.
Doch die Luchse bewiesen Moral. In der Schlussphase der ersten Halbzeit, zwischen der 26. und 30. Minute, drehten die Dunningen/Schramberg-Frauen mit einem starken 4:2-Lauf auf, bei dem Alisa Klausmann zweifach traf und Kobel per Siebenmeter verkürzte. Just in dieser Phase leistete sich Angelina Mieser eine Zeitstrafe, die die SG in Überzahl prompt mit zwei Toren in Folge bestrafte – darunter der Anschlusstreffer zum 11:15 durch Kobel kurz vor der Halbzeitsirene. Mit diesem Pausenstand von 11:15 ging es in die Kabinen.
Starke Aufholjagd, doch am Ende reicht es nicht
Die zweite Halbzeit begann vielversprechend für die Luchse. Direkt nach Wiederanpfiff traf Julia Nester zum 12:15, und die Mannschaft blieb dran. Zwischen der 29. und 34. Minute gelang der SG Dunningen/Schramberg die stärkste Phase des gesamten Spiels: Ein beeindruckender 5:0-Lauf, getragen von Klausmann, Kobel und Nester, verkürzte den Rückstand von 8:15 auf 13:15 und sorgte für echte Hoffnung auf der Außenseiterbank.
Doch Herrenberg antwortete mit Abgeklärtheit. Zwischen der 36. und 45. Minute zog die Heimmannschaft erneut davon, unter anderem durch einen weiteren verwandelten Siebenmeter von Abdyli, die an diesem Tag mit 8 Treffern und makelloser Siebenmeterquote die auffälligste Spielerin auf dem Feld war. Der Vorsprung wuchs zeitweise wieder auf sechs Tore.
Doch die Luchse gaben nicht auf. Zwischen der 43. und 47. Minute ließen sie Herrenberg zwar einen 3:0-Lauf zu, doch danach begann die zweite große Aufholjagd. Nach der zweiten Auszeit in der 49. Minute beim Stand von 16:22 zeigte die Mannschaft noch einmal Moral: Mit einem starken 3:0-Lauf zwischen der 50. und 55. Minute, bei dem ein Treffer ohne Torschützenzuordnung sowie zwei Tore von Nina Heizmann fielen, kämpfte sich die SG Dunningen/Schramberg bis auf drei Tore heran.
In der hitzigen Schlussphase blieb es spannend. Kobel und Heizmann hielten die Hoffnung mit weiteren Treffern am Leben, doch Herrenberg beantwortete jeden Vorstoß der Luchse mit einer eigenen Antwort, zuletzt durch Anna-Lena Riedel zum 24:21. Janika Kobel setzte mit ihrem siebten Saisontreffer in dieser Partie noch den Schlusspunkt zum 22:24 – die Aufholjagd blieb am Ende unbelohnt.
Fazit: Kämpferische Moral, aber zu später Zugriff
Die SG Dunningen/Schramberg zeigte in Herrenberg zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Der katastrophale Start mit dem frühen 1:9-Rückstand zwischen der 4. und 14. Minute machte der Mannschaft schwer zu schaffen und kostete letztlich die Punkte. Dass die Luchse danach zweimal eindrucksvoll zurückkamen – zunächst vor der Halbzeit und dann erneut in der zweiten Hälfte – spricht für den Kampfgeist und die läuferische Qualität des Teams.
Janika Kobel war mit sieben Treffern und zwei verwandelten Siebenmetern die überragende Werferin der Luchse, unterstützt von einer treffsicheren Nina Heizmann und einer konstanten Alisa Klausmann. Dass die Aufholjagd am Ende nicht zum Punktgewinn reichte, lag vor allem am schwachen Beginn, der zu viel Boden kostete.
Mit nun 0:8 Punkten nach vier Spielen bleibt die Tabellensituation schwierig, doch die zweite Halbzeit in Herrenberg macht Mut für die kommenden Aufgaben. Am 14. November empfängt die SG Dunningen/Schramberg den VfL Nagold 2 zum Heimspiel – eine gute Gelegenheit, die gezeigte Moral in Punkte umzumünzen.
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