Vor heimischem Publikum in der Kreissporthalle Schramberg-Sulgen mussten sich die Luchse der SG Dunningen/Schramberg der HSG Fridingen/Mühlheim mit 24:26 geschlagen geben. Nach einem schwachen Start und einem Zehn-Tore-Rückstandsgefühl zur Halbzeit zeigte die SG in Durchgang zwei eine bemerkenswerte Aufholjagd, die am Ende dennoch nicht ganz für die Punkte reichte.
Schwacher Start bringt frühen Rückstand
Von Beginn an diktierte die Gäste-Offensive das Tempo. Bereits nach zwei Minuten brachte Mathis Fuchs die Fridinger per Siebenmeter in Führung, und obwohl Marvin Werner und Lennart Kugler prompt zum 2:2 ausglichen, verlor die SG danach schnell den Faden. Eine frühe Zeitstrafe gegen Tim Haas in der 4. Minute leitete eine erste schwierige Phase ein – die Luchse gerieten in Unterzahl und kassierten prompt den erneuten Rückstand durch einen weiteren Siebenmeter von Fuchs.
In der Folge etablierte sich Simon Moser als Dauerbrenner im Angriff der Gäste, der bis zur Halbzeitpause mit mehreren wichtigen Treffern maßgeblich zur konstanten Führung beitrug. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Zwischen der 5. und der 26. Minute erzielte Fridingen/Mühlheim einen beeindruckenden 12:7-Lauf und zog auf 10:15 davon – die stärkste Phase des gesamten Spiels für die Gäste.
Kampfgeist vor der Pause zeigt erste Wirkung
Doch die Luchse steckten nicht auf. Angelo Broghammer, mehrfach zur Stelle, sowie Louis Förstner, der in dieser Phase mit drei Treffern auftrumpfte, hielten den Kontakt. Besonders bemerkenswert war die Serie zwischen der 26. und 29. Minute, als die SG mit einem 3:0-Lauf – ausgehend von Toren durch Philipp Weidenauer, Louis Förstner und Hannes Haas – den Rückstand von fünf auf zwei Tore verkürzte. Die Auszeit der Gäste in der 29. Minute unterbrach diesen Schwung kurzzeitig, ehe beide Mannschaften bis zur Halbzeitsirene noch einmal Tore tauschten. Mit dem Pausenstand von 14:17 blieb die Partie trotz der zwischenzeitlichen Fridinger Dominanz spannend.
Starke Aufholjagd im zweiten Durchgang
Der zweite Abschnitt begann zunächst mit einem Wechselbad: Fridingen legte durch Jannik Löhle und Mathis Fuchs nach, doch die Luchse antworteten mit Laurin Kugler und Marco Meyer, der sich in dieser Phase zum Dauertorschützen entwickelte. Eine Zeitstrafe gegen Niklas Löhle in der 35. Minute nutzte die SG umgehend zur Überzahltor durch Tim Haas.
Der entscheidende Move zum Anschluss gelang dann zwischen der 40. und 44. Minute: Nach der Auszeit von Trainerseite in der 40. Minute und einer weiteren Überzahlsituation durch die Zeitstrafe gegen Louis Biller drehten die Luchse mit einem starken 3:0-Lauf von 17:22 auf 20:22 richtig auf. Marco Meyer traf doppelt, Hannes Haas legte nach – plötzlich witterten die Gastgeber die Sensation, der Rückstand war auf zwei Tore geschmolzen.
Fridingen antwortete jedoch clever und ließ sich den Vorsprung nicht mehr komplett nehmen. Moritz Rabus und Simon Moser sorgten in der Schlussphase mit wichtigen Treffern für die nötige Distanz. Zwar kämpften sich die Luchse durch zwei verwandelte Siebenmeter von Marvin Werner noch einmal auf 23:26 heran, und Marco Meyer verkürzte in der 57. Minute sogar auf 24:26 – doch die Zeit reichte nicht mehr, um den Rückstand vollständig aufzuholen. Ein verworfener Siebenmeter von Mathis Fuchs in der letzten Spielminute änderte am Endstand nichts mehr.
Fazit: Kämpferische Leistung trotz Niederlage
Auch wenn am Ende die Punkte nach Fridingen/Mühlheim gingen, können die Luchse aus dieser Partie viel Positives mitnehmen. Der zweite Durchgang, in dem die SG mit 10:9 sogar die Nase vorn hatte, zeigte eindrucksvoll die Moral und den Kampfgeist der Mannschaft. Besonders die Aufholjagd nach der Pause, angeführt von einem treffsicheren Marco Meyer mit fünf Toren und einer starken Teamleistung in der Crunchtime, macht Mut für die kommenden Aufgaben. Die frühen Rückstände und die Anfälligkeit in einigen Unterzahlsituationen sind die Baustellen, an denen es weiterzuarbeiten gilt. Mit 0:2 Punkten nach dem ersten Spieltag geht es für die Luchse nun auswärts bei der HSG Schwenningen weiter – die Grundlage für einen Big Point in dieser Partie hat die zweite Halbzeit gegen Fridingen/Mühlheim jedenfalls gelegt.
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