Zu viele vergebene Chancen kosten die Luchse wichtige Punkte im Hegau Hängende Köpfe bei der SG Dunningen/Schramberg nach dem Gastspiel bei der Regionalliga-Reserve des TuS Steißlingen. In einer wichtigen Partie mussten sich die Luchse mit 24:30 geschlagen geben und treten damit in der Tabelle weiterhin auf der Stelle.
Die Zuschauer im Sportpark Mindlestal sahen zunächst einen ausgeglichenen Start in die Begegnung. Steißlingen legte vor, Dunningen/Schramberg zog nach. Bis zum 3:4 aus Sicht der SG nach sechs gespielten Minuten entwickelte sich eine offene Partie.
Im Anschluss tat sich die SGDS jedoch zunehmend schwer. Obwohl die Gäste in der Defensive meist solide standen, fanden die Hausherren immer wieder Wege, den Ball im Tor von Marcel Krause unterzubringen. Selbst bei mehrfach angezeigtem passivem Spiel kamen die Steißlinger durch überraschende Schlagwürfe zum Erfolg. So gerieten die Luchse allmählich ins Hintertreffen, zumal im eigenen Angriff zu viele gute Möglichkeiten ungenutzt blieben. Beim 8:4 nach zwölf Minuten betrug der Rückstand erstmals vier Tore.
Vor allem Laurin Kugler stemmte sich in dieser Phase gegen den Rückstand und hielt seine Farben mit sehenswerten Einzelaktionen im Spiel. Beim 11:9 (20.) und 13:11 (24.) kämpften sich die Luchse jeweils wieder auf zwei Treffer heran. In der Schlussphase des ersten Durchgangs verloren die Gäste jedoch erneut den Anschluss. Angeführt von ihrem treffsicheren Rückraumspieler Patrick Euchner bauten die Hausherren ihren Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff auf 16:12 aus.
Im zweiten Spielabschnitt versuchte die Pflieger-Sieben, mit einer offensiveren Deckungsformation insbesondere die gefährlichen Rückraumspieler Patrick Euchner und Fabian Rihm besser in den Griff zu bekommen. Die dadurch entstehenden Räume wussten die Gastgeber allerdings geschickt zu nutzen. Immer wieder kamen sie über den Kreis zu einfachen Treffern oder konnten nur durch Fouls gestoppt werden, die Siebenmeter zur Folge hatten.
So wuchs der Rückstand zunächst von vier auf sechs Tore an (22:16, 41.). Erschwerend kam hinzu, dass die SG auch im Angriff weiterhin beste Möglichkeiten liegen ließ und ein ums andere Mal am stark aufgelegten Steißlinger Schlussmann Nico Maier scheiterte.
Mit zunehmender Spieldauer rückte eine Wende für die Luchse immer weiter in die Ferne. Zwar zeigte sich die SG über weite Strecken der zweiten Halbzeit kämpferisch und bemüht, den Rückstand zu verkürzen, doch der entscheidende Zugriff auf die Partie gelang nicht mehr. Zu abgeklärt präsentierten sich die selbsternannten „Waschbären“ aus Steißlingen, die insbesondere im Angriff stets eine passende Antwort auf stärkere Phasen der Gäste parat hatten.
Auch wenn die Hausherren in den letzten zehn Spielminuten lediglich zwei Treffer erzielten, geriet der 30:24-Heimerfolg letztlich nicht mehr in Gefahr und ging verdient an die Gastgeber.
Aufseiten der SG Dunningen/Schramberg bleibt dagegen die Erkenntnis, dass eine derart schwache Chancenverwertung in dieser Liga kaum zu kompensieren ist. Insbesondere die fünf vergebenen Siebenmeter sprechen eine deutliche Sprache und verdeutlichen eines der derzeit größten Probleme der Luchse. Trotz phasenweise ordentlicher Defensivarbeit brachte sich die SG durch zahlreiche ausgelassene Möglichkeiten selbst um die Chance auf ein besseres Ergebnis.
Für die kommenden Aufgaben gilt es nun, die Fehler im Abschluss konsequent aufzuarbeiten und wieder mehr Sicherheit im Angriffsspiel zu gewinnen. Nur wenn es gelingt, die eigenen Chancen effektiver zu nutzen, werden die Luchse in den nächsten Begegnungen wieder erfolgreich sein können.