27:26 – mit einem Nervenspiel bis zur letzten Sekunde haben die Luchse der SG Dunningen/Schramberg bei der HSG Schwenningen einen hart erkämpften Auswärtssieg eingefahren. Nach einem Rückstand von bis zu vier Toren drehten sie das Spiel in einer furiosen Schlussphase.
Früher Blitzstart, dann der erste Dämpfer
Louis Förstner brachte die Luchse bereits nach einer Minute in Führung, doch die Freude währte kurz. Die HSG Schwenningen antwortete postwendend durch Yannick Teubert und Patrick Teubert und drehte binnen zwei Minuten die Partie. Ein verworfener Siebenmeter von Laurin Kugler in der 5. Minute nahm den Luchsen die Chance, sofort zurückzuschlagen. Nach dem Ausgleich durch Philipp Weidenauer blieb es ein offener Schlagabtausch, in dem keine Mannschaft richtig davonziehen konnte.
Schwenningens starke Phase nach 20 Minuten
Ab der 13. Minute setzte sich die HSG spürbar ab. Angeführt von Marius Anton, der gleich viermal in dieser Phase traf, und einem zunehmend treffsicheren Patrick Teubert, baute Schwenningen den Vorsprung aus. Die Luchse hielten mit Toren von Tobias Fleig, Angelo Broghammer und Lukas Loga dagegen, gerieten aber beim Stand von 7:9 in der 22. Minute durch eine Zeitstrafe gegen Tim Haas zusätzlich in Bedrängnis. Der Gegner bestrafte die Unterzahlphase konsequent und zog auf 7:10 davon.
Ein Siebenmeter von Laurin Kugler brachte kurzzeitig Hoffnung, doch die HSG blieb in dieser stärksten Phase der Partie – von der 2. bis zur 27. Minute insgesamt 9:14 – spielbestimmend. Die Auszeit der Luchse in der 24. Minute beim Stand von 8:11 zeigte zumindest kurzfristig Wirkung: In den folgenden Minuten konnten die Luchse mit vier eigenen Treffern gegen vier des Gegners mithalten.
Zeitstrafe kurz vor der Pause – HSG nutzt sie eiskalt
In der 29. Minute leistete sich Lennart Kugler beim Stand von 12:16 eine weitere Zeitstrafe, die der Gegner direkt zum 12:16 nutzte. Doch die Luchse ließen sich davon nicht entmutigen: Noch vor dem Pausenpfiff setzte Tim Reule mit dem Treffer zum 13:16 ein wichtiges Zeichen, dass die Partie trotz des Pausenrückstands keineswegs entschieden war.
Zweite Halbzeit: Die Luchse kämpfen sich zurück
Der Start in die zweite Hälfte verlief weiterhin zäh. Schwenningen baute den Vorsprung über Patrick Teubert kurzzeitig wieder aus, doch Philipp Weidenauer und Tim Reule hielten die Luchse auf Kurs. Ein cleverer Siebenmeter von Laurin Kugler nach der Zeitstrafe gegen Yannick Teubert brachte die Luchse in Überzahl zum 16:18 heran – die SG nutzte die Überzahl eiskalt.
Louis Förstner und Lennart Kugler verkürzten weiter, sodass die Partie beim Stand von 18:19 wieder völlig offen war. Nach der Auszeit der HSG in der 41. Minute fand der Gegner jedoch kurzzeitig wieder Zugriff und zog durch Julian Bußhardt auf 20:19 davon. Angelo Broghammer glich mit zwei Treffern zum 20:20 aus – die Partie blieb ein packendes Duell auf Augenhöhe.
Schwenningens Lauf und die bittere Phase der Luchse
Zwischen der 46. und 51. Minute erwischte die HSG ihre stärkste Serie der zweiten Halbzeit: Vier Treffer in Folge, unter anderem zwei verwandelte Siebenmeter von Patrick Teubert, brachten den Gegner auf 20:23 heran und sorgten für die größte Schwenninger Führung der Partie. Die Auszeit der Luchse in der 47. Minute beim Stand von 20:22 konnte den Lauf zunächst nicht stoppen – danach fiel sogar noch ein weiteres Gegentor.
Die Antwort der Luchse: Vier Tore am Stück
Doch genau in dieser kritischen Phase zeigten die Luchse ihre Moral. Von der 51. bis zur 56. Minute drehten sie mit vier eigenen Treffern in Folge – durch Broghammer, Förstner (zweimal) und Hannes Haas – das Spiel zurück zum 24:24. Diese stärkste Phase der Luchse, in der sie von der 51. bis zur 59. Minute sogar 6:1 Tore erzielten, war der entscheidende Wendepunkt der Partie. Selbst eine Zeitstrafe gegen Angelo Broghammer in der 54. Minute konnte den Lauf nicht stoppen – der Gegner blieb hier ausnahmsweise ohne Torerfolg in Unterzahl der Luchse.
Nervenkrimi in der Schlussminute
Patrick Teubert glich per Siebenmeter zum 24:25 wieder aus, doch Marco Meyer antwortete prompt zum 25:25. Es entwickelte sich ein packendes Finale: Hannes Haas brachte die Luchse mit 26:25 in Front, George Calin glich für Schwenningen zum 26:26 aus. In der hitzigen Schlussphase setzten beide Teams ihre letzten Auszeiten – die HSG in der 59. Minute, die Luchse eine Minute später beim Stand von 26:26.
Doch dann war es Lennart Kugler, der in der 60. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends zum 27:26 die Nerven behielt und den Siegtreffer markierte. Die Schlusssirene beendete ein Spiel, das die Luchse mit Kampfgeist und einer bemerkenswerten Aufholjagd für sich entschieden.
Fazit und Ausblick
Mit diesem hart erkämpften Auswärtssieg stehen die Luchse nun bei 2:2 Punkten auf Platz 6 der Tabelle. Besonders die Schlussoffensive mit vier Treffern in Folge zur Mitte der zweiten Halbzeit und die eiserne Moral in der Crunchtime zeigten, dass diese Mannschaft auch in schwierigen Phasen nicht aufgibt.
Am kommenden Samstag, den 10. Oktober, erwarten die Luchse die SG Gutach/Wolfach zum Heimspiel. Nach diesem Erfolgserlebnis dürfen die Fans auf eine motivierte Mannschaft hoffen, die den Schwung mit nach Hause nimmt.
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