Nach einem schwachen Start und einem Fünf-Tore-Rückstand zeigt die SG Dunningen/Schramberg bei der SG H2Ku Herrenberg 3 eine beeindruckende Moral und gewinnt am Ende mit 26:25. Tim Hirt avanciert mit elf Treffern zum überragenden Mann auf dem Feld und schießt die Luchse praktisch im Alleingang zurück ins Spiel.
Schwacher Start bringt frühen Rückstand
Die Partie in der Markweghalle beginnt denkbar schlecht aus Sicht der Luchse. Nach dem frühen Ausgleich durch Adrian Väth zum 1:1 bricht das Spiel der SG Dunningen/Schramberg regelrecht ein. Herrenberg nutzt die Verunsicherung konsequent und zieht mit einer starken Serie von 1:7 auf 2:8 davon. Besonders Lukas Kastner und Carlos Holz treffen in dieser Phase nahezu nach Belieben.
Die frühe Auszeit beim Stand von 2:7 zeigt zunächst kaum Wirkung, erst die darauffolgende Zeitstrafe gegen Herrenbergs Kastner gibt der SG die Gelegenheit, sich zu sortieren. Die Luchse nutzen die Überzahl zwar nicht sofort zu Toren, doch der Anschlusstreffer durch Enrico Schrödter leitet eine Trendwende ein.
Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kämpft sich die SG Schritt für Schritt zurück. Eine klare 3:0-Serie von 4:10 auf 7:10 und direkt im Anschluss eine weitere 4:0-Serie von 7:11 auf 11:11 sorgen dafür, dass die Partie zur Halbzeitpause wieder völlig offen ist. Tim Hirt meldet sich in dieser Phase erstmals eindrucksvoll an und erzielt mehrere wichtige Treffer. Kurz vor der Pause gelingt es Herrenberg jedoch, mit zwei schnellen Toren, darunter ein verwandelter Siebenmeter von Jannik Bökle, den Vorsprung auf 11:13 zur Halbzeit zu retten – ein Nackenschlag für die Luchse in einer Phase, in der der Ausgleich oder gar die Führung durchaus möglich gewesen wäre.
Herrenberg zieht nach Wiederanpfiff erneut davon
Der Start in die zweite Halbzeit verläuft für die SG Dunningen/Schramberg denkbar unglücklich. Gleich zwei Zeitstrafen kurz hintereinander, gegen Samuel Pfaff und wenig später gegen Pascal-David Möller sowie Adrian Väth, bringen die Luchse mehrfach in Unterzahl. Herrenberg bestraft dies konsequent: Carlos Holz trifft in dieser Phase mehrfach, dazu kommt ein weiterer Siebenmeter von Bökle. Die Gastgeber bauen ihren Vorsprung auf 11:16 aus – die zweite deutliche Serie des Gegners in diesem Spiel.
Doch die Luchse geben sich nicht geschlagen. Angeführt von einem weiterhin treffsicheren Tim Hirt, der in dieser Phase mit mehreren wichtigen Toren antwortet, setzt sich die SG zurück ins Spiel. Eine starke 3:0-Serie von 15:19 auf 18:19 bringt die Partie wieder in Reichweite, ehe die alles entscheidende Phase folgt.
Die Schlüsselphase: Fünf Tore am Stück bringen die Wende
In den entscheidenden letzten zehn Minuten zeigt die SG Dunningen/Schramberg ihre beste Phase des Tages. Von 18:20 auf 23:20 gelingt den Luchsen eine herausragende 5:0-Serie. Tim Hirt und Pascal-David Möller sind hier die prägenden Figuren, während die Defensive der SG in dieser Phase deutlich stabiler steht und Herrenberg den Zugriff verliert.
Ein verworfener Siebenmeter von Jannik Bökle beim Stand von 22:20 fällt dabei genau in diese entscheidende Phase und dürfte das Momentum zusätzlich zugunsten der Luchse verschoben haben – ein Big Point, der Herrenberg die Chance nahm, direkt zu kontern.
In der Schlussphase bäumt sich Herrenberg zwar noch einmal auf und kommt durch eine 0:3-Serie von 24:21 auf 24:24 bis auf einen Treffer heran, ehe die entscheidenden letzten Aktionen anstehen. Bei einem Siebenmeter in der 59. Minute bleibt Herrenberg per Bökle cool und gleicht zum 25:25 aus, doch die anschließende Disqualifikation gegen Christian Jekel gibt den Luchsen die letzte Gelegenheit: Enrico Schrödter verwandelt in der Schlusssekunde sicher vom Punkt zum umjubelten 26:25-Endstand.
Fazit: Moral und ein überragender Rückraumschütze entscheiden
Die SG Dunningen/Schramberg zeigt in Herrenberg zwei Gesichter: In beiden Halbzeiten geraten die Luchse zunächst deutlich in Rückstand, finden aber immer wieder die Kraft, sich zurückzukämpfen. Entscheidend für den Auswärtssieg ist die herausragende Konstanz von Tim Hirt, der mit elf Toren nicht nur bester Schütze der Partie ist, sondern in nahezu jeder entscheidenden Phase zur Stelle war.
Mit diesem hart erkämpften Sieg bleibt die SG Dunningen/Schramberg nach vier Spieltagen ungeschlagen und verbessert sich in der Tabelle der Bezirksliga Staffel 1 auf Platz 2. Am kommenden Sonntag wartet mit dem Auswärtsspiel beim TSV Burladingen die nächste Herausforderung, bei der die Luchse an diese kämpferische Leistung anknüpfen wollen.
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