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Die Luchse kämpfen sich zurück: 30:30 nach großem Rückstand gegen Mössingen

Acht Tore lag die SG Dunningen/Schramberg in der Kreissporthalle zurück, ehe die Luchse eine der stärksten Aufholjagden der Saison hinlegten. Am Ende reichte es zu einem hart erkämpften 30:30 gegen die Spvgg Mössingen 3 – ein Punkt, der sich am Ende wie ein Sieg anfühlte.

Guter Start, dann Mössingens erste Welle

Adrian Väth traf früh zum 1:0, doch die Freude währte kurz. Nach einer Verwarnung gegen Manuel Flaig fand Mössingen ins Spiel und drehte binnen weniger Minuten durch Ehmann und Lacotta auf 1:2. Enrico Schrödter glich zwar zum 2:2 aus, doch Mössingen antwortete postwendend.

In der 7. Minute erwischte es die Luchse dann doppelt: Eine Zeitstrafe gegen Jonas Meyer nutzten die Gäste eiskalt zum Siebenmeter-Erfolg. Die SG bestrafte die Unterzahl mit einem Gegentreffer, während man selbst kaum zum Zug kam.

Mössingens starke Phase – die SG gerät ins Hintertreffen

Was folgte, war die bitterste Phase des Spiels für die SG. Von der 19. bis zur 25. Minute erzielte Mössingen fünf Tore am Stück, ohne selbst eines zu kassieren – von 9:9 auf 9:14. Mark Hoffelner traf dabei mehrfach vom Siebenmeterpunkt, Mössingen zeigte sich in dieser Phase eiskalt und konsequent.

Besonders bitter: Eine erneute Zeitstrafe gegen Pascal-David Möller in der 19. Minute leitete diesen Lauf mit ein. Die Luchse fanden lange keine Antwort und liefen einem beständig wachsenden Rückstand hinterher.

Die Auszeit als Wendepunkt

Beim Stand von 9:14 nahm die SG in der 25. Minute die erste Auszeit – und die Wirkung war sofort spürbar. Pascal-David Möller, bis dahin schon treffsicher, legte doppelt nach und verkürzte auf 11:14. Mössingen reagierte seinerseits mit einer eigenen Auszeit, konnte den Trend aber nicht mehr stoppen.

In den fünf Minuten nach der SG-Auszeit drehte sich das Bild komplett: Statt 0:4 stand nun ein 3:2 für die Luchse zu Buche. Kurz vor der Pause setzte die SG mit dem 12:15 durch Möller noch ein Zeichen, ehe Mössingen mit dem letzten Wurf der ersten Halbzeit auf 12:16 stellte. Ein zweistelliger Rückstand war so gerade noch abgewendet.

Nach der Pause: Die Luchse drehen richtig auf

Was die SG Dunningen/Schramberg in der zweiten Halbzeit zeigte, war bemerkenswert. Tim Hirt eröffnete mit drei Toren in kurzer Folge, Simon King legte nach – zwischen der 32. und 37. Minute gelang der SG ein 4:0-Lauf, mit dem man von 13:17 auf 17:17 ausglich. Die Kreissporthalle bekam in dieser Phase die beste Version der Luchse zu sehen.

Doch Mössingen ließ sich nicht abschütteln. Nach einer Zeitstrafe gegen Simon King glich Hoffelner per Siebenmeter aus, und beide Mannschaften lieferten sich fortan einen Schlagabtausch. Eine kurze Unterzahl der SG in der 40. Minute wurde diesmal nicht bestraft – im Gegenteil: Nach einer Zeitstrafe gegen Mössingens Winkelmann nutzte die SG die Überzahl selbst zum Tor durch Manuel Flaig.

Mössingens Antwort und die zweite Auszeit der SG

Zwischen der 44. und 45. Minute schlug Mössingen jedoch erneut zurück und erzielte drei Tore am Stück, von 21:22 auf 21:25 – der Vorsprung der Gäste wuchs wieder auf vier Tore. Die SG reagierte sofort mit einer weiteren Auszeit.

Die Wirkung zeigte sich prompt: In den fünf Minuten nach der Auszeit gelang der SG ein 4:1-Lauf. Tim Hirt, Oliver Merz und zweimal Adrian Väth trafen, sodass die Luchse binnen kurzer Zeit wieder bis auf 25:26 herankamen. Der Kampfgeist der Mannschaft war in dieser Phase deutlich zu spüren.

Die Schlussphase: Nervenkrieg bis zur letzten Sekunde

Die letzten zehn Minuten hatten es in sich. Nach einem Gegentor zum 25:27 und einer erneuten Zeitstrafe gegen Adrian Väth geriet die SG noch einmal kurz ins Wanken, doch Enrico Schrödter, der an diesem Abend an der Siebenmeter-Linie zum Verlassenen wurde, hielt die Mannschaft mit einem verwandelten Strafwurf im Rennen.

Es folgte ein packendes Hin und Her: Möller verkürzte, Mössingen antwortete, Schrödter glich nach einem zunächst verworfenen Siebenmeter im zweiten Anlauf doch noch aus. Manuel Flaig brachte die SG mit dem 29:30 wieder auf Schlagdistanz. Und dann, in der 59. Minute, der entscheidende Moment: Eine Zeitstrafe gegen Mössingens Winkelmann bescherte der SG die Überzahl – und Enrico Schrödter verwandelte eiskalt zum 30:30.

Beide Mannschaften nahmen in der Schlussminute noch einmal eine Auszeit, um die letzten Angriffe zu ordnen, doch am Ende blieb es beim leistungsgerechten Remis. Nach einer Partie mit gewaltigen Schwankungen – von einem Acht-Tore-Rückstand bis zum Ausgleich in der Schlusssekunde – nehmen die Luchse einen Punkt mit, der sich wie ein kleiner Sieg anfühlt.

Ausblick

Mit diesem einen Punkt aus dem ersten Saisonspiel steht die SG Dunningen/Schramberg 2 bei 1:1 Punkten. Am Samstag, den 10. Oktober 2026, geht es um 18:00 Uhr zuhause weiter gegen die HSG Albstadt 3 – dann soll in der Kreissporthalle der erste Sieg der Saison her.

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