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Dramatischer Punkteteiler: SG Dunningen/Schramberg 2 erkämpft 33:33 in Oberndorf

Nach einer Berg- und Talfahrt mit großer Halbzeitführung und spätem Rückstand retten die Luchse von SG Dunningen/Schramberg 2 beim 33:33 bei der HSG Neckartal in letzter Sekunde noch einen Punkt.

Früher Nervenkitzel und erste Führungswechsel

Von der ersten Minute an entwickelte sich in der Neckarhalle ein packendes Duell. Enrico Schrödter brachte die Luchse per Siebenmeter früh in Front, ehe die Gastgeber durch Torben Steinwand und Christian Kron sofort zurückschlugen. Es folgte eine Phase des Gleichstands, in der beide Teams Nadelstiche setzten, ohne sich entscheidend abzusetzen. Christian Kron erwies sich bereits in dieser Phase als gefährlichster Werfer der Hausherren, während die SG mit Jonas Meyer, Manuel Flaig und Adrian Väth dagegenhielt. Nach zehn Minuten stand es 4:5 aus Sicht der SG – ein knapper Rückstand, der die enge Anfangsphase widerspiegelte.

Starker Lauf bringt die Vorentscheidung zur Pause

Das Spiel kippte in der zweiten Viertelstunde deutlich zugunsten der Dunningen/Schramberger. Zwischen der 18. und 22. Minute zog die SG einen 4:0-Lauf vom 9:11 auf das 13:11 und übernahm damit erstmals klar das Kommando. Tim Hirt, der an diesem Abend mit acht Treffern zum besten Werfer seiner Mannschaft avancierte, war in dieser Phase ebenso treffsicher wie Jan Bantle, der mit klugen Abschlüssen für Entlastung sorgte. Eine Zeitstrafe gegen Erik Küstermann in der 18. Minute nutzte die SG prompt zur Führung aus – ein Beleg für die disziplinierte Überzahlquote an diesem Abend.

Der zweite entscheidende Schub kam kurz vor der Pause: Von der 26. bis zur 29. Minute legten die Luchse einen weiteren 3:0-Lauf vom 16:16 auf das 19:16 hin, angeführt von einem variablen Matthias Schinle, der mit drei Treffern in Folge glänzte. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit setzte sich die SG noch einmal mit 3:2 ab und ging mit einer komfortablen 19:17-Führung in die Kabine – die beste Phase der Partie für Dunningen/Schramberg, die über die gesamten zwölf Minuten von der 18. bis zur 29. Minute sogar ein 10:5 bedeutete.

Neckartal dreht nach der Pause auf

Was die Zuschauer nach dem Wiederanpfiff sahen, war eine beeindruckende Antwort der Gastgeber. Die HSG Neckartal fand mit einer giftigeren Abwehr und einem überragenden Christian Kron sowie dem treffsicheren Tobias Herbst zu neuer Stärke. Zwischen der 34. und 39. Minute gingen den Dunningern vier Tore in Serie durch die Lappen – von 21:19 auf 21:23 – und spätestens mit dem 0:4-Lauf war die komfortable Pausenführung verspielt. Die stärkste Phase der Hausherren erstreckte sich über fast eine Viertelstunde: Von der 29. bis zur 42. Minute drehten sie das Geschehen mit 4:11 komplett.

Besonders bitter für die SG: Zwischen der 41. und 42. Minute setzte die HSG Neckartal durch Tobias Herbst und Lukas Dettling einen weiteren 0:3-Lauf obendrauf und zog erstmals spürbar davon. Die Auszeit der Luchse in der 37. Minute beim Stand von 21:22 brachte zunächst keine durchschlagende Wirkung, auch wenn die Mannschaft in den Minuten danach wieder etwas stabiler stand. Enrico Schrödter blieb dabei vom Siebenmeterpunkt makellos und verwandelte alle vier Versuche sicher, was dem Anschluss immer wieder neue Hoffnung gab.

Nervenstarkes Comeback in der Schlussphase

Als die Partie beim 25:29 in der 48. Minute zu kippen drohte, zeigte die SG Charakter. Ein verworfener Siebenmeter von Leon Nill in dieser Phase – sein einziger Fehlschuss an diesem Abend bei sechs Versuchen – blieb ein wichtiger Mosaikstein, den die Luchse sogleich zur Verkürzung nutzten. Die anschließende Disqualifikation gegen Torben Steinwand in der 50. Minute spielte der SG ebenfalls in die Karten, und Jan Bantle nutzte die numerische Überlegenheit mit zwei schnellen Treffern in Folge.

In den letzten zehn Minuten lief es dann rund für Dunningen/Schramberg: Mit 7:3 Toren drehte die Mannschaft die Partie noch einmal auf, wobei Pascal-David Möller mit vier Treffern im Schlussabschnitt zum entscheidenden Faktor wurde. Dreimal lagen die Luchse in dieser Phase nur noch einen Treffer zurück, ehe Möller in der letzten Spielminute nach der Auszeit seiner Mannschaft mit kaltem Blut zum vielumjubelten 33:33-Ausgleich traf. Die Schlusssirene verhinderte eine mögliche Entscheidung in die eine oder andere Richtung – ein Remis, das dem Spielverlauf mit seinen Wechselbädern gerecht wurde.

Fazit und Ausblick

Mit diesem couragierten Auswärts-Unentschieden bleibt die SG Dunningen/Schramberg 2 nach drei Spieltagen ungeschlagen und belegt mit 4:2 Punkten Platz 5 der Tabelle. Die Mannschaft bewies in Oberndorf vor allem in der Schlussphase bemerkenswerte mentale Stärke, nachdem sie eine komfortable Halbzeitführung zwischenzeitlich komplett verspielt hatte. Nun richtet sich der Blick auf das nächste Auswärtsspiel am 31. Oktober bei der SG H2Ku Herrenberg 3.

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